Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“
Augen und Ohren offen halten – Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ an der Schönwerth-Realschule eröffnet
Seit Sommer letzten Jahres trägt die Schönwerth-Realschule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dieser Titel sei ein besonderes Prädikat der Schule, stelle aber auch einen Auftrag an die Schülerinnen und Schüler dar, so Realschuldirektor Porsch in seiner Begrüßung.
Um dem Auftrag gerecht zu werden, hat die Schülermitverantwortung zum Auftakt des neuen Schuljahres die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“ der Friedrich-Ebert-Stiftung an die Schule geholt. Seit Freitag sind in der Aula 17 Schautafeln zu sehen, auf denen über Vorgehensweise und Propagandamethoden der Rechten aufgeklärt wird, die aber auch darüber informieren, was dem entgegenzusetzen ist.
Hauptreferent bei der Ausstellungseröffnung war Dr. Andreas Angerstorfer von der Universität Regensburg, der in einem einstündigen Vortrag die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe für die Vorgehensweisen rechter Gruppierungen sensibilisierte und dabei immer wieder deutlich machte, dass das Alter der Schüler genau der angesprochenen Zielgruppe der Rechtsextremen entspreche. Angerstorfer zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, welcher Wortwahl und Symbolik sich die Propaganda bedient, und er machte deutlich, dass sich rechtsextreme Gruppierungen und Strukturen auch in Amberg finden lassen. Die Verbindungslehrkraft Dagmar Gawinowski ermutigte am Ende der Veranstaltung die Neuntklässler, Augen und Ohren offen zu halten. Die Ausstellung, die noch zwei Wochen an der Schönwerth-Realschule verbleibt, wird sicher einen wichtigen Teil zur Aufklärung beitragen.