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Londonfahrt 2011

Londonfahrt 2011

Sarah Bonnell School 2011

oder

Fast hätten wir die Hochzeit LIVE erlebt

Für Schüler gibt es nicht viele Gründe, schon während der Osterferien wieder zur Schule zu kommen, aber eine Fahrt nach London ist dies durchaus wert.

Schon zum siebten Mal fand dieses Jahr der Austausch mit der Sarah Bonnell School in London statt, und auch dieses Jahr war er für die Schüler und Lehrer wieder ein tolles Erlebnis und der Start zu langjährigen Brieffreundschaften, von denen auch die heutigen Zehntklässler noch schwärmen, wenn man erwähnt: „Du, wir fahren wieder nach London.“

Wir starteten am Samstag, den 30.04.2011, einen Tag nach der königlichen Hochzeit, mit dem Bus nach London, um festzustellen, ob es dort wirklich so schön ist, wie wir auf den Fernsehbildern gesehen hatten. Nachdem wir nachts den Ärmelkanal überquert hatten, trafen wir am Sonntag zur Frühstückszeit in London ein. Schnell brachten wir die Koffer ins Hotel und fuhren gleich nach Hampton Court, einem Palast Heinrichs VII. Mittags fuhren wir dann in die Stadt hinein und konnten gleich auf der Regent Street und am Picadilly Circus feststellen, dass ganz London noch mit Fahnen geschmückt war. Im Sealife Centre beobachteten wir dann die großen Haie und kehrten nach einem Abendessen in unser Hotel zurück.

Am Montag kam dann das absolute London-Pflichtprogramm: der Tower of London mit den Kronjuwelen und den Raben. Von dort überquerten wir die Tower Bridge, aber nicht auf Straßenniveau, nein, wir gingen oben hinüber, was Gelegenheit zu einigen schönen Fotos gab. Auf der HMS Belfast, einem Kriegsschiff, das als Museum in der Themse liegt, ging es dann hinunter bis in die Maschinenräume und hinauf auf die Kapitänsbrücke. Zum Abschluss des Tages testeten wir im Horrormuseum „London Bridge Experience“ die guten Nerven unserer Schüler. Auch wenn einige etwas erschreckt guckten, als sie herauskamen, so war dies nach dem Abendessen schon wieder vergessen.

Dienstag war unser erster Schultag in London. Den Kindern war schon etwas mulmig zumute, gleich mit den englischen Mädchen zu sprechen, die sie ja nur von Fotos und einigen E-Mails kannten. Nach der Vorstellungsrunde gingen die Schüler gemeinsam auf Tour durch das neue Schulgebäude der Sarah Bonnell School, wobei auch Lehrer im Unterricht besucht wurden.
Nach der Mittagspause mit original englischem Schulessen starteten die gemeinsamen Projekte. Die Schüler schufen gemeinsam einen Wandbehang, der englische und deutsche Elemente miteinander vereinte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Scheu der Kinder wie weggeblasen und gemeinsam wurde bestimmt, welches Bild man gestallten wollte. Aber nicht nur die Kunst, sondern auch die Musik baut Brücken. Die Schüler übten gemeinsam ein Lied aus High School Musical ein, die Engländerinnen den deutschen Text und die Deutschen den englischen Text. Nach viel Vor- und Nachsingen wurde ein Musikvideo gedreht und die beste Gruppe prämiert.

Zum Abschluss des Tages bastelten die Schüler Schneekugeln für ihren Partner und neben Bildern wanderten auch einige Adressen und E-Mail-Adressen in die Schultaschen des anderen.

Auf dem Weg nach Greenwich machten wir dann auch am O2, besser bekannt als Millennium Dome, halt und sahen und die British Music Experience an. Das ist eine interaktive Ausstellung zur britischen Musik von 1940 bis heute. Während die Kinder eher die Aktivitäten genossen, wie einen virtuellen Gitarrenkurs bei Eric Clapton oder Klavierunterricht von Paul McCartney oder sich bei „Dancing through the Ages“, bei dem das eigene Bild in ein Musikvideo eingefügt wird, austobten, interessierten sich die Erwachsenen eher für Originalkostüme und Requisiten von Mick Jagger bis Freddie Mercury. Später in Greenwich wurde einmal mehr „Stäbchenessen“ beim Chinesen geübt, was auch schon besser gelang als noch am Tag zuvor.
Am Mittwoch gingen wir morgens wieder in die Schule, allerdings nur um eine Runde mit den Partnern zu plaudern und die Lunchpakete abzuholen. Dann ging es wieder hoch hinaus, ins London Eye. Bei traumhaftem Wetter konnten wir von dort auch schon die nächsten Ziele erspähen, die Horse Guards und den Buckingham Palace. Auf der Route der königlichen Kutsche machten wir uns auf den Weg und hatten dann auch noch richtig Glück: Gerade als wir am Buckingham Palace ankamen, wurde die Straße gesperrt und zwei Kutschen, die wir noch fünf Tage vorher im Fernsehen bewundert hatten, rollten an uns vorbei. Später im Natural History Museum sahen wir noch ältere Dinge in der Dinosaurier Ausstellung, viele ausgestopfte Tiere und auch das Skelett eines Blauwals. Anschließend machten wir erst einmal Pause in den Gärten des Museums, wo typisch englischer Rasen dazu einlud, sich hinzusetzten. Durch Eis und Sandwiches gestärkt, fuhren wir mit der modernen U-Bahn ins London Transport Museum, wo die Vorläufer der heutigen Busse und U-Bahnen ausgestellt sind. Man konnte auch in einen Führerstand steigen und virtuell durch London fahren. Nach dem Abendessen kam ein weiter Höhepunkt der Reise, nämlich das Musical „König der Löwen“ und das mit Plätzen in den vordersten Reihen. Erst gegen Mitternacht fielen wir erschöpft ins Bett.
Auch der Donnerstag startete in der Schule, wobei Pläne für den Nachmittag und Abend geschmiedet wurden, bevor wir zum British Museum fuhren. In der ägyptischen Abteilung konnten wir Mumien und Särge, die wir bisher nur als Bilder im Geschichtsbuch kannten, ganz aus der Nähe betrachten. Auch der Stein von Rosette wurde fotografiert. Und da wir gerade beim Fotografieren waren, gingen wir zu Madame Tussauds und schossen viele Bilder von unseren Stars und uns. An diesem Tag waren wir schon um 3 Uhr wieder in Stratford, da ein Abend mit den englischen Schülerinnen auf dem Programm stand. Die Kinder gingen mit ihren Partnern nach Hause, um deren Familien zu treffen. Dass wir Lehrer nichts mehr von den Kindern hörten, war ein gutes Zeichen, erst gegen 9 Uhr abends wurden die Kinder wieder ins Hotel gebracht und berichteten begeistert von ihrem Nachmittag.

Freitag war leider schon der letzte Tag, aber dafür verbrachten wir ihn zusammen mit den Partnern auf einem typisch englischen Straßenmarkt. Die Schüler konnten mit ihren neuen Freunden durch die vielen Stände stöbern und im Einkaufszentrum die letzen Souvenirs erstehen. Auch Bowling oder Arcade Games standen auf dem Programm. Aber dann mussten wir auch schon die Rückreise antreten: Um 4 Uhr setzte sich unser Bus mit Ziel Amberg in Bewegung. Einen letzten Stopp gönnten wir uns aber doch noch, zum Spazierengehen und Abendessen in Broadstairs an der englischen Küste.

Auf der Fähre testeten die Schüler nochmals ihr Gesangstalent und ließen es sich nicht nehmen, Herrn Hollenbach ein Geburtstagsständchen zu singen, was mit Applaus von den Mitreisenden bedacht wurde. Danach schliefen wir alle im Bus, wir verschliefen sogar den Wechsel unserer Busfahrer und wachten erst gegen 8 Uhr in Frankfurt wieder auf. Um 13 Uhr kamen wir in Amberg an, wo uns schon die Eltern erwarteten.

Einige Eltern waren aber auch bei uns im Bus, sie waren die ganze Woche in London dabei und haben uns sehr geholfen, die Kinder sicher und mit viel Spaß durch London zu begleiten. Und nicht nur das, sie halfen beim Frühstückmachen, beim Pflaster austeilen, bei Heimwehanfällen, bei der Bedienung von Fotoapparaten, bei Sprachproblemen, beim Kofferpacken und bei vielen anderen Dingen, die zum Gelingen einer solchen Reise beitragen. Danke Frau Graml, Frau Weiß. Herr Volkert, Herr Schmidt und Herr Velis.

Die englischen Schülerinnen kommen am 6. Juni zum Gegenbesuch nach Amberg und dann werden wir ihnen Amberg und die Umgebung zeigen.

Auch im nächstes Jahr wird wieder eine Fahrt nach London stattfinden; dann unter dem großen Thema Olympia 2012, da im August in London die Olympischen Spiele stattfinden werden. Ach was in London – 500m von der Partnerschule entfernt! Und wir werden dabei sein!

Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule Amberg

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In Kürze gehen die Bilder der Realschulkirwa online.