Abend der Kunst

Nach Corona-Zwangspause: „Musischer Abend“ an der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule

Nach mehrjähriger Zwangspause durch Corona gelang es – wie Schulleiter Matthias Schall in seiner Begrüßung betonte - an der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule wieder das Schaffen der künstlerischen Gruppen öffentlich einem großen Publikum zu präsentieren.

Maskenpflicht gab es nur in manchen Szenen des Theaterstücks „Die verwunschene Krähe“, das die Schulspielgruppe „Theaterfieber“ unter Leitung von Brigitte Bodensteiner nach Motiven des Namensgebers der Schule interpretierte. Die Darstellerinnen starteten zu rockiger Musik und stilecht ganz in Schwarz. Synchrone Bewegungen und Sprechchöre sowie Präzision prägten diese Einstiegsszenen, in denen das gesamte Ensemble die Hauptfigur – die Krähe – darstellte. Weiter ging es mit Modern Medieval-Klängen und schwingenden, der Krähe nachgeahmten Tanzbewegungen; die jungen Künstlerinnen bewiesen hier erneut ihre Perfektion. Im Anschluss hatte Sarah Lehner (7a) perfekt artikulierend ihren ersten Auftritt als Vater. Die verwunschene Krähe möchte eine der drei Schwestern ehelichen, dies wurde ihr vor Jahren versprochen. Die Schwestern (Karolina Golcer, 7d, Jasmin Hackl, 8b, Lara Koller, 8d, und Anna Moosburger, 5c) wurden als miteinander Spielende in das Geschehen eingeführt: Die Mädchen tanzten synchron und warfen sich dabei noch einen Ball zu. Auch diese rhythmisch und von den Bewegungen her äußerst schwierige Szene gelang mühelos. Bei der modernisierten Version eines höfischen Tanzes durfte Aleandro Mayer (6b) als einziger Mann in der Truppe den „Ton“ angeben, die Damen folgten mit historischen Tänzen nachempfundenen Moves. Die Krähe wurde zunächst in der Erwartung, sie sei ein verwunschener Prinz, sehnsuchtsvoll erwartet, dann aber letztendlich nur von der Jüngsten der Mädchen empfangen. Diese muss sich dann aufgrund des Fehlverhaltens der Älteren opfern, kann aber letztendlich alle erlösen. Komödiantisches Talent bewiesen die Schülerinnen und Schüler in der Küchenszene. Die Erkenntnis am Ende wurde wieder – eine absolute Stärke dieser Truppe – synchron von allen zwölf (!!!) Darstellern gesprochen. Als weitere Schauspielerinnen und Tänzerinnen wirkten mit: Sofia Meremjanow, 6c, als König sowie in mehreren wechselnden Rollen Waleria Frescher, 6e, Jessica Schwinger, 8b, Sabrina Smith, 7d, Elisabeth Ullmann, 8b, und Laura Wagner, 8b.

Einfallsreich war das auf den ersten Blick so einfache wie auch geniale Bühnenbild, das aus verschieden gestalteten Würfeln bestand und immer wieder neu variiert werden konnte. Verantwortlich hierfür war Kunstlehrerin Luisa Eichelmann.

Insgesamt konnten die Zuschauer eine gelungene Mischung aus „prodesse und delectare“ erleben.

Zum Abschluss dankte Spielleiterin Brigitte Bodensteinern ihren Künstlerinnen und Künstlern, die fast alle an diesem Abend debütierten. Für die Ton- und Lichttechnik sorgten Jonas Schenzel (9c), Niklas Giedl (10e) und Luca Kálmán (10e).

Nach einer prickelnden Erfrischung (Sekt - und andere Erfrischungsgetränke in der Pause) eröffnete die Bigband stilecht dazu den musikalischen Teil mit James-Bond-Motiven. Musikfachschaftsleiter und Leiter der Bigband Anton Lottner übernahm hierzu in gewohnt souveräner und unterhaltsamer Weise die Moderation. Auch er wies auf die Problematik der Corona-Zwangspause hin, da diese das künstlerische Leben, v.a. im Ensemble-Bereich, mindestens um drei Jahre zurückgeworfen hat. Anschließend lud „Circle of life“ aus „König der Löwen“ eher besinnlich zum Nachdenken über das Leben ein. Die flotten Interpretationen von „Irish Dance“ und „Swingtime“ machten ihren jeweiligen Namen alle Ehre. Das zweite größere feste Ensemble der Schule, die Band (Leitung: Wolfgang Petrig), übernahm. Die Bandleaderin (Sängerin und Gitarristin Annalena Moedel, 7f) stellte die Gruppe selbst vor. Souverän und mit dem nötigen Timbre in der Stimme meisterte sie ihren Part der gesangstechnisch anspruchsvollen Partien von „I see fire“ und „Demons“, unterstützt von Sam Baumgartner, 7e, an den Drums, Maxim Koloda, 7a, am Bass und Wolfgang Petrig am Piano. Musiklehrerin Julia Lang hatte mit vier Mädchen (Lilly Hüttner, Nele Kamm, Anna-Lene Rösch und Lea Scherl, alle 6f) einen Hip Hop - Tanz einstudiert, der durch coole Outfits, gekonnte Moves und v.a. durch die teils wörtliche Umsetzung der Textpassagen in Körpersprache das Publikum mitreißen konnte. Romantische Gefühle weckte Kristian Gaus, 7b, der den schuleigenen Flügel mit „Titanic“ zum Klingen brachte: Manche Dame im Publikum konnte sich das Mitsummen nicht verkneifen 😉, er konnte die Herzen gewinnen und provozierte vorzeitigen Applaus. Danach wurde es zünftig mit „Hans, bleib´ da“, dargeboten von Tim Trettenbach, 5d, am Tenorhorn. Sein Bruder Ben, 5f, ging mit „The Final Countdown“ musikalisch in eine ganz andere Richtung. Rockig blieb es mit Nico Fröhler, 5f, der „Behind blue eyes“ an der Gitarre darbot. Für den folgenden „Cupsong“ (präsentiert von Edwin Hermann, Lea Honig und Laura Jokiel, 6b, sowie Michaela Dechant und Maria Hörl, 6e) musste zunächst – irritierend für manchen Zuschauer – eine Klassenzimmer-Szenerie aufgebaut werden, da die Cups Schulbänke als Konterpart für die Beats erfordern – könnte man auch zu Hause am Esstisch mit Plastikbechern nachmachen … oder im Wirtshaus mit dem Würfelbecher oder …; viel Spaß dabei! Den wirklich krönenden Abschluss eines gelungenen Abends lieferte die Klasse 5b – begleitet an Klavier und Drums von ihrem Musiklehrer Philipp Zinnbauer – mit einer mitreißenden Interpretation des allseits bekannten und beliebten Songs „Hoch“ – teils mit kräftiger Unterstützung des Publikums.

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