Baumann, Amberg und die Welt

Ein Global Player in Amberg? Ein Weltmarktführer? Die Schüler der Klasse 10e waren überrascht, als sie im Unterricht erfuhren, dass der größte Arbeitgeber der Oberpfalz zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Amberg beheimatet war. Ein guter Grund, sich die Ausstellung „Baumann, Amberg und die Welt“ im Stadtmuseum anzusehen! Bei der Führung von Pfarrer Haußmann, einem passionierten Emailsammler, erfuhren die SchülerInnen viel Neues über die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatstadt. So war die damalige Emailfabrik auf einem großen Gelände untergebracht, auf dem heute die Sparkasse, mehrere Lokale, Geschäfte und ein riesiges Parkhaus beheimatet sind. Erst in den 1980er Jahren wurden die Fabrikgebäude abgerissen. Doch es gibt noch deutlichere Spuren der Familie Baumann.  Einige Villen der Familie, z.B. am Ring oder bei der Bergauffahrt, sind heute noch erhalten, genauso wie die Arbeiterhäuser in der Jahnstraße. Sogar Straßennamen wie die Stanzer-, Baumann-  und natürlich die Emailfabrikstraße erinnern an diesen Teil der Amberger Stadtgeschichte. Pfarrer Haußmann erklärte der Klasse ausführlich die Herstellung der Emailwaren und zeigte besonders interessante Stücke. Wer genau hinsieht, entdeckt nämlich im Stadtmuseum sogar eine Schneckenpfanne oder einen Lampenschirm aus Email. Auch den Aufstieg und den Niedergang der Firma lernten die SchülerInnen kennen. Dass Baumann nicht nur in Europa verkauft hat, sondern auch bis Nord- und Südamerika sowie Afrika exportiert hat, dürfte nicht mehr vielen bekannt sein. Und so findet man nicht nur in Omas Küche, sondern auch auf Flohmärkten überall auf der Welt die immer noch gut erhaltenen Emailwaren der Amberger Firma Baumann.  

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