Besuch der Partnerschule in Zbiroh

Am Mittwoch, den 11.10.2017, trafen wir uns bereits in aller Frühe (6:45 Uhr!) – erwartungsvoll, aber doch noch ziemlich verschlafen - um zum Gegenbesuch nach Tschechien zu starten. Mit der netten Busfahrerin am Steuer und den tollen Lehrerinnen Frau Böhm und Frau Weissová machten wir uns auf den Weg zu der Schule nach Zbiroh.

Dort angekommen, wurden wir auf das Herzlichste empfangen. Unsere Austauschgeschwister zeigten uns ihre Schule, die im Vergleich zu unserer doch recht überschaubar ist. Da es sich um eine Gesamtschule handelt, waren auch „Kleine“ (Grundschüler) anwesend, die wir besonders süß fanden. Jeder bemühte sich, uns wenigstens ein „Guten Morgen“ auf Deutsch hinterher zu rufen. Im Anschluss durften wir uns in der Schulkantine stärken. Die uns unbekannte Suppe verursachte nur im Vorfeld Magenschmerzen, wir haben tapfer alles probiert und es nicht bereut. Auch das gemeinsame Mittagessen – vom Erstklässler bis zur Schulleiterin essen alle im gleichen Raum – war für uns eine neue Erfahrung.

Danach besichtigten wir das örtliche Feuerwehr-Museum. Hier muss erwähnt werden, dass der Begriff „Museum“ eigentlich untertrieben ist: Neben vielen musealen Feuerwehrgefährten und -geräten - v.a. aus Tschechien, der Ex-DDR und der ehemaligen Sowjet-Union – gab es auch modernste Lösch- und Rettungstechnik zu bestaunen, die keineswegs nur Ausstellungszwecken dient, sondern sehr wohl in Benutzung ist. Den Jungs gefiel v.a. ein Lösch-Panzer; auch Lösch-Roboter gibt es dort. Zbiroh ist sozusagen das „Feuerwehr“-Zentrum für ganz Tschechien.

Dann besichtigten wir das Dreikaiserschloss, das bereits seit Jahrhunderten über Zbiroh thront und seine größte Touristenattraktion darstellt. Unser wirklich sehr kundiger Führer konnte uns die Geschichte von den Tempelrittern über die Habsburger, Nationalsozialisten und sonstige spätere militärische Nutzung bis heute sehr anschaulich vermitteln. Erst weit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde diese großartige Sehenswürdigkeit für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Besonders beeindruckt hat uns auch der tiefste Brunnen Europas im Burghof. Heute wird das Anwesen v.a. als Hotel, Ausflugsziel und für Events genutzt.

Den Abend verbrachten wir mit unseren Gastfamilien.

An zweiten Tag machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Prag (Praha). Dort besichtigten wir die Prager Burg, den Veitsdom sowie das „Goldene Gässchen“. Leider versperrten uns die Touristenmassen oft den Blick auf die eigentliche Sehenswürdigkeit und man musste ständig Obacht geben, die eigene Gruppe nicht zu verlieren. Auf dem Burgberg wurden wir auch sorgfältigst von tschechischen Soldaten beschützt. Im Gegenzug achteten wir darauf, dass wir nicht vergaßen, auch nur einen von ihnen NICHT zu fotografieren…

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